Schlagwort: Birne

tortütata // Grummeln zur 5. Jahreszeit

Auch wenn man sich jedes Jahr vornimmt, es in diesem Jahr wirklich nicht zuzulassen… es ist doch irgendwie jedes Mal das gleiche nach der Zeitumstellung: morgens ist es dunkel, abends ist es dunkel, und tagsüber ist es ja irgendwie auch nicht mehr richtig hell. Plötzlich will man nur noch im kuscheligen Bett bleiben, Winterschlaf halten und… schlechte Laune haben! Das fehlende Vitamin D macht uns alle zu kleinen mürrischen Grummeln, die mürrisch rumgrummeln. Hoffentlich sehen wir dabei wenigstens so charming aus wie die Grumpy Cat und bringen immerhin alle anderen zum Schmunzeln mit unserer grummeligen Laune.

Grumpy Crumble

grumpy crumble 3

Für die Streusel:
200 g Butter
200 g Zucker
300 g Mehl

Dazu:
Obst nach Wahl
und evtl. noch Vanillesauce

Besonders für die kalten Monate ist dieses Dessert richtig toll, denn es wird heiß serviert und wärmt uns von innen. Außerdem liefert es noch ein paar Vitamine, die wir in der Erkältungszeit eh gut gebrauchen können.

Dafür schnippeln wir Obst in kleine Stückchen. Ich habe bei dieser Variante Trauben verwendet, man kann aber auch Bananen, Birnen, Granatapfel, Beeren, Pflaumen… rein schnibbeln. Der Engländer, der den Crumble erfunden hat, macht eigentlich nur Äpfel rein. Schmeckt auch herrlich.

Der gleiche Engländer „toppt“ das Ganze dann mit Bröseln, die es bei ihm auch schon fertig im Supermarkt zu kaufen gibt. Wir wandeln die Sache ein bisschen ab. Das Obst füllen wir in eine feuerfeste große Glasschale/Auflaufform/einzelne Gläschen. Darauf bröseln wir dann selbstgemachte Streusel. Dafür die angegebenen Zutaten mit den Händen kneten und je nach Geschmack dicke fette Streusel oder kleine feine Brösel formen und damit das Obst bedecken.

grumpy crumble 2

Die Form kommt dann bei 180°C in den Ofen bis die Streusel goldbraun geworden sind. Dann nehmt ihr sie aus dem Ofen und könnt den Crumble direkt servieren. Der oben erwähnte Engländer rundet dieses Geschmackserlebnis noch mit dem fantastischen Custard ab. Leider gibt es den hierzulande nicht, man kann aber stattdessen auch eine dicke Vanillesauce nehmen, die man (kalt!) über den Crumble fließen lässt.

Dig in!

*Die Tasse mit der grummeligen Katze habe ich übrigens selbst gemacht. Mit einem Porzellanmalstift geht das ganz einfach. Den bekommt ihr im Bastelladen und könnt euch voll ausleben. Nur nicht in der Spülmaschine. Irgendwo hat das Ausleben auch mal ein Ende.

tortütata // supercoolhippe Birnen Tarte

Neulich so auf dem superhippen angesagten Trödelmarkt (der zu dem Zeitpunkt, als wir ihn besuchen, eigentlich schon gar nicht mehr hip sonder voll kommerziell ist, weil da „mittlerweile so viele uncoole Normalos“ (meinen die uns??) hingehen): Alles, was alt und irgendwie ommig ist, ist ja plötzlich wieder total cool, nur weil es die Uncoolen uncool finden (hää?? Kommt ihr da noch mit?). Banane und ich überlegen also, welches Obst denn zur Zeit gerade hip sein könnte. Muss ja irgendwas altbackenes vernachlässigtes und uncooles sein… Birne? Birne! Cool ist auf jeden Fall der leckere Birnenkuchen:

 

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Birnen Tarte

 

Für den Mürbeteig:
250 g Mehl
besonders fein wird der Mürbeteig, wenn man 50 g des Mehls durch Speisestärke ersetzt
25 g Zucker
1 Ei (Größe M)
125 g Butter
Prise Salz
3 EL Wasser
1/2 TL geriebene Muskatnuss

Für den Belag:
4 kleine Birnen
180 ml flüssiger Honig
Saft einer Zitrone

Mehl in eine Schüssel oder auf die Arbeitsplatt geben. In den Mehlberg eine kleine Kuhle formen. Dort Zucker, Ei, Salz und Wasser hineingeben und die Zutaten in der Kuhle mit einer Gabel verrühren, damit sich das Ei gut verteilt und später keine Eigelbnester im Teig sind. Die Butter in kleinen Flöckchen auf den Mehlrand verteilen. Damit sich der Teig gut verarbeiten lässt, sollten Butter, Ei und Wasser direkt aus dem Kühlschrank kommen. Zuletzt Muskatnuss einkneten. Die Zutaten nun mit den Fingern zu einem klebrigen Teig verkneten. Wegen dem hohen Fettgehalt wird er durch das Kneten sehr weich, sodass man ihn unbedingt für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen muss, bevor man ihn in die Form drückt.

Während dessen können die Birnen gewaschen, entkernt und in Scheiben geschnitten werden. Die Birnenscheiben mit dem Honig und Zitronensaft in einem Topf zum Köcheln bringen und 5 Minuten sieden lassen.

Eine Tarteform (Ø 30 cm) mit dem Teig auslegen, sodass ein etwa 1 cm hoher Rand entsteht. Mürbeteig ist besonders fettig und wird deswegen beim Backen besonders knusprig. Wenn man den Mürbeteig mit Obst belegt, kann er schnell durchweichen, deswegen empfehle ich, den Teig erst mal ohne Belag für 5 Minuten im Ofen zu backen und dann erst zu belegen. Nicht vergessen, Löcher mit einer Gabel in den Mürbeteig zu stechen, da sich sonst Blasen bilden können.

Nach 5 Minuten den Kuchen aus dem Ofen nehmen und mit den abgetropften Birnenscheiben belegen. Bei Bedarf noch etwas Sud darüber geben.

Den ganzen Kuchen dann bei 170°C ca. 30 Minuten backen.