tortütata Mürbeteig:

Ich persönlich stehe mehr auf Mürbeteig als auf Rührteig. Der ist einfach knuspriger und buttriger. Rührteig wird ja meist als Basis für alle Kuchen verwendet, aber probiert doch mal stattdessen einen Obstkuchen mit Mürbeteig. Der tortütata Very berry, Larry! ist zum Beispiel einer meiner absoluten Lieblingskuchen – nicht zuletzt wegen des Bodens.

Mürbeteig eignet sich nicht nur als Boden für Obstkuchen oder Schokotartes, sondern auch für kleine Mini-Torteletts, die mit Sahne und frischen Erdbeeren belegt werden. Man kann Mürbeteig auch vollständig blindbacken – also ohne Belag fertig backen. So kann man ihn später als Tortenboden für kalten Obstbelag verwenden.

Zutaten:
250 g Mehl
25 g Zucker
1 kaltes Ei (Größe M)
125 g kalte Butter
Prise Salz
3 EL kaltes Wasser

Mehl in eine Schüssel oder auf die Arbeitsplatte geben. In den Mehlberg eine kleine Kuhle formen (wie bei einem Vulkan). Dort Zucker, Ei, Salz und Wasser hineingeben und die Zutaten in der Kuhle mit einer Gabel verrühren, damit sich das Ei gut verteilt und später keine Eigelbnester im Teig sind (das wäre dann die Lava). Die Butter in kleinen Flöckchen auf den Mehlrand verteilen (also auf den äußeren Berg). Damit sich der Teig gut verarbeiten lässt, sollten Butter, Ei und Wasser direkt aus dem Kühlschrank kommen. Die Zutaten nun mit den Fingern zu einem klebrigen Teig verkneten. Wegen dem hohen Fettgehalt wird der Teig durch das Kneten sehr weich, sodass man ihn unbedingt für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen muss, bevor man ihn in die Kuchenform drückt.

Mürbeteig ist besonders fettig und wird deswegen beim Backen besonders knusprig. Wenn man den Mürbeteig mit Obst belegt, kann er schnell durchweichen, deswegen empfehle ich, den Teig erst mal ohne Belag für 5 Minuten im Ofen bei etwa 150°C zu backen, dann erst zu belegen und für die restliche Backzeit in den Ofen zu schieben. Nicht vergessen, Löcher mit einer Gabel in den Mürbeteig zu stechen, da sich sonst Blasen bilden können.

Ein Tipp von mir: Besonders fein wird der Mürbeteig, wenn man 50 g des Mehls durch Speisestärke ersetzt. Man kann aber auch wie bei der tortütata Zitronen Mandel Tarte, einen Teil des Mehls durch gemahlene Mandeln ersetzen. Das ist auch wahnsinnig köstlich!

 

tortütata Rührteig:

Ok ok, auch wenn ich gerade gesagt habe, dass ich mehr auf Mürbeteig als auf Rührteig stehe, ist das nun mal die Basis eines guten Kuchens. Rührteig kann ja schließlich auch prima schmecken, wenn er nicht so trocken gebacken wird, dass man ihn aushusten kann. Diese Rührteigmischung ist wunderbar saftig und wurde tausendfach erprobt von der Meisterbäckerin dieses Universums – meiner Oma.

Zutaten:
500 g Mehl
250 g Zucker
300 g Butter
4 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
1/8 l Milch

Ihr startet mit dem Rührkuchenteig indem ihr die Butter mit dem Zucker cremig rührt und danach die Eier unterrührt. Dann kommen die restlichen trockenen Zutaten hinzu, abwechselnd mit der Milch, damit der Teig nicht zu trocken wird. Den am Ende wunderbar cremigen Teig könnt ihr auf einem  Backblech verteilen und mit leckeren Früchten belegen oder mit Kakao mischen und einen schicken Gugelhupf zaubern. Es gibt Millionen Möglichkeiten für den Rührteig, zum Beispiel auch ganz amerikanisch als tortütata Boston Cream Poke Cake.

 

tortütata Brandteig:

Brandteig wird man nicht sehr häufig verwenden, aber es gibt doch einige kleine Leckerein, die daraus gemacht werden, wie zum Beispiel meine tortütata Eclairs, Profiteroles, kleine und große Windbeutel…

Zutaten:
125 ml Wasser
25 g Butter oder Margarine
75 g Weizenmehl
15 g Speisestärke
3 Eier (Größe M)
1 Messerspitze Backpulver

Wasser mit Butter oder Margarine in einem kleinen Topf aufkochen. Topf vom Herd nehmen. Mehl mit Speisestärke mischen und auf einmal in die heiße Flüssigkeit geben. Alles zu einem glatten Teigkloß verrühren, dann etwa 1 Minute unter ständigem Rühren erhitzen („abbrennen“) und in eine Rührschüssel geben. 2 Eier nacheinander mit einem Mixer (Knethaken) auf höchster Stufe unter den Teig arbeiten. Das letzte Ei verquirlen und nur so viel davon unter den Teig arbeiten, bis er stark glänzt und in langen Spitzen an einem Löffel hängen bleibt. Die Speisestärke erst unter den erkalteten Teig rühren.

Brandteig wird bei ca. 180°C gebacken für ca. 20 Minuten – das hängt natürlich von der Größe und Form eures Gebäcks ab. Während der Backzeit solltet ihr die Backofentür auf keinen Fall öffnen, denn sonst fällt das Gebäck zusammen. Gegen Ende dürft ihr natürlich mal reinschauen, damit nichts anbrennt.

 

tortütata Streusel:

Ich liiiiiiiebe Streusel! Man könnte mir vermutlich jeglichen Kuchen hinstellen und ich würde ihn essen, solange er nur schön dick mit Streuseln belegt ist. Da würde ich wahrscheinlich sogar Zwetschgendatschi essen, auch wenn ich keine Pflaumen (*iiiiiih) mag. Die richtigen Mengenverhältnisse sind bei Streuseln entscheidend:

Zutaten:
150 g Mehl
100 g Zucker
100 g kalte Butter

Streusel knetet ihr mit den Händen! Dafür einfach alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Fingern zu Streuseln kneten. So könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr lieber große dicke oder kleine krümelige Streusel auf dem Kuchen möchtet. Bitte denkt daran, dass die Butter für Streusel aus dem Kühlschrank kommen muss, weil sie sonst matschig werden.

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